Badisches Landesmuseum

Das Badische Landesmuseum benötigt die Schnittstelle der ExpoDB zu seinen Sammlungsdaten für die Ausstellung Archäologie in Baden (AIB), die im Juli 2019 eröffnet wird. Dieses Vorhaben beinhaltet eine Reihe von innovativen Präsentationsformen, die bisher nicht in den Daten angelegt waren und bislang ein Alleinstellungsmerkmal des Badischen Landesmuseums sind. Die dazu erforderlichen Datenformate, Schnittstellen und Installationen werden mit dem Badischen Landesmuseum und der Agentur, die mit der Realisierung beauftragt wird, nun abgestimmt.

Das Badische Landesmuseum (BLM) hat einen Grundkatalog der Felder festgelegt, die aus imdas pro exportiert werden. Dieser dient als Grundlage auch für die Exporte für die anderen Museen. Über den Grundkatalog hinaus, benötigt das Badische Landesmuseum sog. Erklärtexte und Geokoordinaten.

Für die Erklärtexte wurden in imdas pro spezielle Datenstrukturen definiert, der die Beschreibungen in Deutsch, Englisch, einfacher Sprache und Familiensprache aufnehmen kann. Die Datensätze können mit einem Schlagwort getaggt werden, um einen Bezug zu einem Thesaurusbegriff herzustellen. In der Schnittstelle werden die Thesaurusbegriffe in die Objektdaten eingebettet und eine besondere API wird es erlauben, die Erklärtexte zu einem Thesaurusbegriff gezielt abzurufen.

Das Badische Landesmuseum hat keine Geokoordinaten in imdas pro eingepflegt, aber Fundorte und Herstellungsorte mit GND-IDs ausgezeichnet. Da die GND für die Geografika Links auf geonames.org vorsieht, war es möglich, den Fundorten Geokoordinaten in WGS84 aus geonames.org zuzuordnen. Damit werden die Daten in der ExpoDB angereichert, so dass Kartendarstellungen und Umkreissuchen möglich werden. Perspektivisch sollen die Geokoordinaten nach imdas pro zurückgespielt werden und eine geonames-Schnittstelle wird beauftragt, so dass Geokoordinaten direkt in imdas pro eingepflegt werden können.

Die Daten zur AIB sowie der Gesamtdatenbestand des BLM werden nachts automatisiert aus der imdas pro-Datenbank exportiert, im XML-Format an eine Webapplikation übertragen und dort in einen Apache-Solr-Core indexiert sowie zum Download als XML-Datei auf einem SFTP-Server bereitgestellt.

Es wurde eine Webschnittstelle eingerichtet, die den Abruf der Daten nach flexiblen Selektionen, sinnvollen Sortierungen und in unterschiedlichen XML- und JSON-Formaten erlaubt. Ein "Demonstrator" erlaubt zur Veranschaulichung die Nutzung der API über eine Web-Oberfläche; hier ist es auch möglich XSLT-Stylesheets hochzuladen, mit denen zusätzliche XML-, JSON- oder CSV-Exportformate aufbereitet werden können.

Für die AIB soll die ExpoDB auf einem Server des Badischen Landesmuseum installiert werden, um Risiken aus Netzausfällen im Internet zu begegnen.

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